wer einmal das dringende bedürfnis hat, alles um sich rum zu vergessen, dem kann ich diese musik nur ans herz legen.
sie beruhigt, sie macht, dass man lächelt und live war das alles umwerfend...wir waren beim ersten abschied auch die einzigen, die zum applaudieren aufgestanden sind. die anderen zögerten erst, haben dann aber ihrer begeisterung ebenso ausdruck verliehen. ich weiß nicht, ob mich mein gefühl täuscht, aber die stimmung war bei der zugabe weitaus lockerer.
die musik war teils sehr ergreifend, traurig und andererseits fröhlich und hoffnungsvoll. vor meinem geistigen auge schwankten die bilder von meer, das ich durchschwimme, zu grünen wiesen über lumpenbäume bis hin zu kindern, die um einen maibaum tanzen. zur set-list kann ich nicht mehr sehr viel sagen. das dritte lied war "hear my prayer", in einer temporeicheren version. zwischendrin wurden viele irische volkslieder zum besten gegeben und letztendlich schwang die brennan sogar das tanzbein und es wurden gesangliche albereien eingebaut ^^. bei vielen liedern hatte man wirklich hart damit zu kämpfen, nicht in einem ausbruch von tränen vom stuhl zu fallen, so wunderbar wurden sie vorgetragen.
die crew auf der bühne bestand aus einem leidenschaftlichen harfespieler (das instrument und er verschmolzen wahrlich), einem drummer, einem keyboarder, einem saxophonisten, einem spieler, den ich nicht sehen konnte, weil die boxen davor standen und ich somit nicht weiß, welches instrument der bediente, einem gitarristen und aus moya selbst, die ebenfalls harfe spielte und zwischendurch so etwas wie kastagnetten nutzte (keine ahnung, was das war und wie das heißt) oder bei einem lied auf hölzchen klopfte.
das durchschnittsalter des publikums betrug in etwa 50 jahre. ich habe gedacht, dass mehr junge leute anwesend sind. dafür hatte die dame neben mir ein esel-kuscheltier an der tasche, welches einen gestrickten hosenanzug in den farben rosa und hellblau trug^^.
der arme mann, der jetzt wirklich daran glaubt, dass finnland einen könig hat, der herr valo heißt (annie, du bist böse*fg) und in dessem leben es einen horizont für den tag und einen für die nacht gibt (im prinzp hat er ja recht...), überreichte den beiden damen auf der bühne noch je eine rote rose, was ich ja irgendwie richtig süß fand

alles in allem war es wirklich wunderbar und ich bin immer noch ganz angetan. außerdem habe ich gelernt, dass es bei einer harfe eine schniepel-oben und eine schniepel-unten stellung gibt*lach.
fazit: ohne wenn und aber empfehlenswert.