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ela
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« Antworten #14 am: 30. Mai 2005, 13:20:25 » |
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Hier mal der Inhalt in groben Zügen (sorry, keine Zeit für komplette Übersetzung):
Die Entscheidung, „echte“ Instrumente zu nutzen, wurde erst in der Endphase der Produktion getroffen, weil es gut zu den Songs passt. Das Songwriting (pardon the Denglisch :D, wie gesagt, wenig Zeit...) wurde dadurch nicht beeinflusst, die Songs entstanden größtenteils nachts am Klavier.
Die nächste Frage galt der veränderten Art zu singen (mit mehr „Drive“ und Energie), was laut Torben keine bewusste Entscheidung war, weil er nicht darüber nachdenkt, wie er singt, sondern das einfach nach Gefühl macht, aber von den meisten Leuten so empfunden wird und der „Clubtauglichkeit“ natürlich gut tut. Er würde zwar immer noch als „Klon“ eines anderen Sängers bezeichnet, diesmal sei es aber zur Abwechslung David Bowie... ;)
Dann die allseits beliebte Frage nach den Lieblingssongs, wobei „The Girls“ und „Friends we used to know“ mal ganz elegant vom Interviewer vorgegeben werden :roll: Torben nennt noch „Someone dies“, „Random Starlight“ und als Geheimfavoriten „Two Boats“. Darauf folgt (natürlich ;) die Frage, ob „Two Boats“ etwas mit „Herr der Ringe“ zu tun hat – und jetzt schalten wir doch kurz auf O-Ton, die Antwort ist zu schön für eine Zusammenfassung:
Torben: Schöner Gedanke, aber nein. Ich finde den „Herrn der Ringe“ auch nicht allzu inspirierend. Das Lied beschreibt den Zustand des Innerlich-Zerissen-Seins, als ob man gleichzeitig auf zwei verschiedenen Booten segelt, die dazu verdammt sind, ein Festland zu erreichen, das nicht existiert und daher, perfekt parallel zueinander, ewig zu fahren. Ich denke, dieses Bild kann unterschiedlich interpretiert werden. Als schwelender Konflikt zwischen verschiedenen Aspekten der eigenen Persönlichkeit, als Dialog zwischen Dir und dem Kind, das Du warst, als gnadenloser Krieg zwischen den Welten der Logik und der Liebe. Die Stimme von Liv [Tyler] haben wir genutzt, weil sie eine gute Freundin von mir ist und...tja, das hätte ich gerne (lacht). Spass beiseite, die Samples passen nur einfach wie für den Song gemacht.
Zurück zum „Schnelldurchlauf“: Amaroid = Diorama rückwärts gelesen, die Produktionsphase war extrem anstrengend und das Label hat sich in die Entstehung dankenswerterweise nicht eingemischt. Amaroid kann als Endpunkt der ersten Phase der Bandgeschichte gesehen werden, es könnte durchaus in eine andere Richtung weitergehen, aber jetzt kommt erst mal das Remix-Album (erscheint im Herbst und enthält neben Remixen alter Songs auch nicht veröffentlichte Sachen und Bonus-Material, Tracklist gibt es erst kurz vor Veröffentlichung, man will es spannend machen ;))
Dann geht es um die Tour mit VNV Nation und wie die Setlist zusammengestellt wurde. Antwort: Bewusste Konzentration auf die schnelleren Stücke, weil es einfach die Aufgabe einer Vorgruppe ist, das Publikum zu unterhalten und „anzuwärmen“. Besucher, die nie von Diorama gehört haben (also die Mehrheit), möchten sich nicht mit der tieferen Bedeutung von Balladen auseinandersetzen, sondern Spass haben und die Vorfreude genießen, und das ist auch ok. Diorama möchten sich zwar primär selbst verwirklichen, aber auch einen guten Eindruck hinterlassen und das Publikum nicht langweilen bzw. das Vorurteil, eine langweilige Band zu sein, bestätigen.
Endspurt :D: Die Entscheidung, in sechs verschiedenen Studios zu arbeiten, wurde bewusst getroffen, Torben hat sein Studium erfolgreich beendet und darf sich jetzt „Master of International Business Administration“ schimpfen (herzlichen Glückwunsch!), sie würden gern wieder in Russland auftreten (manche Fragen sind so was von überflüssig :roll: ) und auf die Frage, welche Reaktion man gerne von Hörern hätte, kam die kluge Antwort, dass man seine Zeit nicht damit verschwendet, Reaktionen voraussehen zu wollen, beeinflusst werden können sie sowieso nicht.
Yours, Babelfish ;)
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